Arbeitsmigration
19.02.2026
Walsh Zsaklin
Warum wandern Pflegekräfte und medizinisches Personal ins Ausland ab?
Einer der Hauptgründe für die Abwanderung von Pflegekräften und medizinischem Personal ins Ausland ist die niedrige Bezahlung im eigenen Land. Viele Fachkräfte empfinden, dass ihre verantwortungsvolle sowie körperlich und psychisch belastende Arbeit nicht angemessen vergütet wird, während sie im Ausland oft ein Vielfaches verdienen können.
Auch die Arbeitsbedingungen spielen eine entscheidende Rolle: Überlastung, Personalmangel und fehlende Ressourcen führen langfristig häufig zu Erschöpfung und Burnout.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Frage der beruflichen Wertschätzung. Viele Beschäftigte im Gesundheitswesen berichten, dass sie im Ausland mehr Respekt, bessere Arbeitsorganisation und größere Entwicklungsmöglichkeiten erfahren. Der Zugang zu Fortbildungen, modernen Technologien und klaren Karrierewegen wirkt zusätzlich attraktiv.
Lebensqualität als zentraler Treiber
Hinter der Migration stehen oft auch Aspekte der Lebensqualität: eine stabilere Zukunft, eine bessere Work-Life-Balance und mehr finanzielle Sicherheit.
Obwohl viele die Arbeit im Ausland zunächst als vorübergehende Erfahrung planen, entscheiden sich letztlich viele dafür, dauerhaft dort zu bleiben. Dies stellt eine erhebliche Herausforderung für das nationale Gesundheitssystem dar.
Gehaltsvergleich Ungarn vs. Österreich
Das durchschnittliche monatliche Bruttogehalt einer Pflegekraft oder Betreuungsperson in Ungarn liegt bei etwa 290.000 bis 600.000 Forint (ca. 760 bis 1.500 Euro).
In Österreich hingegen verdienen Beschäftigte in vergleichbaren Positionen etwa 2.800 bis 3.500 Euro brutto pro Monat (ca. 1 bis 1,4 Millionen Forint).
Damit liegen die Gehälter im Gesundheits- und Pflegebereich in Österreich in der Regel 2,5- bis 4-mal höher als in Ungarn.
Aus diesem Grund entscheiden sich viele ungarische Pflegekräfte dafür, in Österreich zu arbeiten.